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Das aktuelle Handbuch der Supervision

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Inhalt

Einleitung

Harald Pühl: Was Supervision auszeichnet
Monika Möller, Wolfgang Knopf und Beatrice Conrad: Supervision im deutschsprachigen Raum – Reflexionen einer Bestandsaufnahme

 

I. Grundlagen

Ferdinand Buer: Beratungsformat Supervision
Kornelia Rappe-Giesecke: Professionelle Gestaltung von Sondierungsgesprächen
Peter Kutter: Spiegelphänomene in der Supervision

 

II. Schwierige Situationen in der Supervision

Marga Löwer-Hirsch: „Jenseits von Worten“: Wie eine festgefahrene Teamsupervision durch gemeinsames Schweigen wieder in Fahrt kam
Harald Pühl: Wenn sich eine Gruppe als Team definiert – und der Supervisor sich ärgert
Hans-Gerd Schulte: Konfliktberatung ohne den Konfliktpartner im Einzelcoaching
Ross A. Lazar: Der Supervisor als eine andere Art von "Contained" im Gesamtgruppengefüge
Sylvia Hüttig-Rieck: Supervision auf unterschiedlichen Ebenen einer Organisation
Jörg Fengler: Co-Abhängigkeit in Team und Institution
Wolfgang Schmidbauer: Arbeit unter Einfluss - wenn Berater und Klient nicht “sauber” kontraktieren können
Harald Pühl: „über Abwesende in der Team-Supervision spricht man nicht!“ – oder doch?
Heidi Neumann-Wirsig: Balanceakt: Supervision oder doch Praxisberatung?
Hermann Staats: “Du stinkst vor Doofheit“ – eine grobe Beleidigung in der Teamsupervision
Erhard Tietel: Wenn der/das Dritte aus dem Blick gerät - Die Fallstricke beruflicher Dreiecksverhältnisse im Fokus der Supervision
Ariane Schorn: Supervision und Abstinenzregel: Wenn Professionelle Grenzen verletzen und Liebesbeziehungen mit KlientInnen eingehen...
Mario Wernado: Supervision aus einer Hand
Harald Pühl: Das Bekanntwerden von Grenzüberschreitungen in der Fallsupervision
Rosemarie Spindler: Anonyme Beschwerden im Unternehmen und die Kunst der Internen einen kühlen Kopf zu bewahren
Mandana Kerschbaumer: Wenn eine Führungsperson ihre Rolle in der Teamsupervision verweigert

Waltraud Ster: Du hast keine Chance, aber nutze sie! - über die Verhinderung einer Supervision
Gabi Baer: Das Dilemma der verdeckten Positionen - Wenn Supervisor und Leitung ihre Rolle nicht einnehmen

 

III. Coaching und Organisationsmediation

Astrid Schreyögg: Besonderheiten des Coaching – Unterschiede zur Supervision
Ilse Hantschk: Rollenberatung - Berufliche Rollen im aktuellen Kontext finden und gestalten
Harald Pühl: Organisations-Mediation als Komplementärverfahren der Supervision

 

IV. Die/der BeraterIn als Institution

Rudolf Heltzel: Beratung der Supervisoren
Peter Berker: Interne und externe Supervision
Harald Pühl: Der Supervisor als Leiter und Pädagoge
Peter Heintel & Martina Ukowitz: Institution Beratung: Anregungen zu einer prozessethischen Reflexion
Helmut Hallier: Achtsamkeit in der Supervision
Heidi Möller & Harald Pühl: Ethnopsychoanalyse: Zum konstruktiven Umgang mit Neuem und Unbekanntem
Wolfgang Weigand: Methodenfetechismus l und Angstabwehr

 

V. Forschung

Rolf Haubl: Grundsatzfragen der Supervisionsforschung
Angela Gotthardt-Lorenz, Brigitte Hausinger & Joachim Sauer: Die supervisorische Forschungskompetenz
Arthur Drexler & Heidi Möller: Erfolgsmessungen von Weiterbildungen - Das Innsbrucker Modell

 

Vorwort

Das vorliegende Buch schließt an die 20-jährige Geschichte der Standardwerke zur Supervision an und spiegelt den aktuellen Stand dieses komplexen Beratungsverfahrens wider. Es ist nicht mehr zu übersehen, dass sich Supervision inzwischen zu einem komplexen und den Bedürfnissen der Kunden angemessen flexiblen Beratungsverfahren entwickelt hat. Im boomenden Markt der Methoden braucht sich die Supervision nicht zu verstecken, sie ist inzwischen reif genug ohne Identitätsverlust andere bewährte Verfahren und Instrumente zu integrieren.

Nach einer Einleitung Was Supervision auszeichnet und einen Einblick in die aktuelle Supervisionslandschaft in Deutschland, österreich und der Schweiz folgen 5 Kapitel, die allesamt neu aufgenommen wurden.

Das 1. Kapitel Grundlagen spiegelt den aktuellen Stand der Supervisionsdiskussion. Nach einer ausführlichen Darlegung des Beratungsformats Supervision und seiner Anwendungsfelder folgt ein Beitrag über die professionelle Gestaltung von Sondierungsgesprächen, der mit einer Checkliste abschließt. Gerade die Gestaltung von Supervisionskontrakten ist ein sensibler Prozess mit vielen Haken und ösen: Wer definiert das Thema und das Setting?, Welches ist das angemessene Beratungsverfahren? Um nur einige Fragen herauszugreifen. Die Spiegelphänomene schließlich gehören zu den genuinen Erkenntnisquellen der Supervision.

Im 2. Kapitel Schwierige Situationen in der Supervision gestatten uns erfahrene Supervisorinnen und Supervisoren in 18 Beispielen einen nicht alltäglichen Einblick in ihre Beratungspraxis und zeigen eindrucksvoll welch schwierige Situationen in der Praxis gemeistert werden müssen. Auf dieses Kapitel mich ich besonders stolz, da es gelungen ist, erfahrene Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen, die aus ihrer Arbeit schwierige Situationen schildern, die in der herkömmlichen Literatur meist fehlen. Sie geben einen sehr guten Einblick in die Komplexität unserer Arbeit und sind zugleich ein Spiegel für den hohen Stand der Beratungsprofession Supervision für die auch das Offenlegen von Grenzen und das Scheitern von Supervisionen kein Tabuthema mehr ist.
Die Beiträge sind bewusst kurz gehalten, um im Sinne eines Nachschlagewerkes Kolleginnen und Kollegen eine Anregung für die eigene Praxis zu geben.

Im 3. Kapitel Coaching und Organisationsmediation wird das Coaching beschrieben. Der Meinungsstreit, ob Coaching nun etwas Eigenständiges sei oder nur eine neue Bezeichnung für den alten Begriff der Leitungssupervision, ist noch nicht ausgestanden. Das zeigen auch die Berichte der Supervisions-VerbandsvertreterInnen in ihren übersichtsberichten in der Einleitung. Anhand der Differenzierungen, Abgrenzungen und übereinstimmungen wird sich jeder ein eigenes Bild machen können. Da Rollenberatung immer Teil des Coachings ist, findet sich dieser Beitrag sinnvollerweise in diesem Kapitel.
Organisationsmediation habe ich an dieser Stelle aufgenommen, weil ich die positive Erfahrung gemacht habe, dass sich dieses Verfahren sehr gut in die (Team-)Supervision und auch das Coaching (z. B. bei Doppelspitzen) integrieren lässt.

Das 4. Kapitel Institution Supervision geht von der These aus, dass Supervisorinnen und Supervisoren selbst Institution sind, und zwar aufgrund ihrer institutionellen, ethischen und fachlichen Einbindungen. Nach dem einführenden Beitrag „Institution Beratung“ folgen zwei Beiträge, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der sensiblen und kritischen Methodenfrage und dem Umgang mit dem Fremden beschäftigen. Eine Fortsetzung erhält das Thema des eigenen Selbstverständnisses in zwei weiteren Beiträgen, zum einen mit einem Plädoyer, dass sich Supervisorinnen und Supervisoren stärker als Pädagogen verstehen sollten und damit vom Therapeutischen abgrenzen und zum anderen zur inneren Haltung. Die Vielschichtigkeit der eigenen Beratungspraxis als Supervisor reflektiert ein weiterer Beitrag differenziert die Vor- und Nachteile interner und externer Supervision.

Das 5. Kapitel Forschung ist ebenfalls neu hinzugekommen und Ausdruck der gefestigten Professionalisierung von Supervision. Forschung kann sich zum einen auf das Beratungsverfahren Supervision als Gegenstand der Untersuchung beziehen: Wie wirkt es, was wirkt warum? durch Evaluierung von Prozessen und dgl. Zum anderen ist Supervision in der Praxis per se immer Forschung, denn unter aktiver Beteiligung der Ratsuchenden und des Experten werden Wirkzusammenhänge beruflicher Arbeit in ihrer Interdependenz analysiert. Eine ganz andere Art von Forschung ist, dass sich die Supervisoren ihre Geschichten aus der Praxis erzählen wie es das 2. Kapitel repräsentiert.

Ich danke allen Autorinnen und Autoren für ihre konstruktive Mitarbeit und ihre Anregungen ohne die dieses Buch nicht möglich wäre. Den Leserinnen und Lesern wünsche ich eine erkenntnisreiche Lektüre.